TCM und Akupunktur bei Glaukom

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Behandlung von Glaukom (grünem Star) und erhöhtem Augeninnendruck mit Akupunktur und TCM Unter    Glaukom    (grüner    Star)    versteht    man    eine    Sehnervenschädigung,    die    typischerweise    Gesichtsfeldausfälle verursacht. Diese können sich bis zur vollständigen Erblindung ausweiten. Anatomisch      wird      zwischen      Glaukomen      mit      offenem      oder      verlegtem      Kammerwinkel      unterschieden: Offenwinkelglaukome    und    Engwinkelglaukome.    Der    Kammerwinkel    ist    die    Engstelle    am    Auge,    durch    die    das Kammerwasser abfließt. Normwerte des Augeninnendrucks liegen zwischen 10 und 21 mmHg. Risikofaktoren   für   das   Glaukom   sind   u.a.   arterielle   Hypertonie   (Bluthochdruck),   Diabetes   mellitus   und   ein   erhöhtes Alter. In   der   Traditionellen   Chinesischen   Medizin   (TCM)   werden   Patienten   individuell   nach   ihrer   chinesischen   Diagnose behandelt. Danach werden die Heilkräuter und die Akupunkturpunkte ausgewählt. Vereinfacht   gesprochen,   können   bei   einem   Glaukom   oder   einem   erhöhten   Augeninnendruck   Schwächezustände   wie auch Krankheitsfaktoren den Zustand bedingen. Schwächezustände    betreffen    hier    v.a.    Nieren-    und    Leber-Funktionskreis.    Die    Nieren    und    die    Leber    sind    aus chinesischer   Sicht   dafür   verantwortlich,   dass   die   Augen   genährt   und   befeuchtet   werden.   Trockene   Augen   oder   das Gefühl   der   Ermüdung   sind   ein   erstes   Indiz   für   einen   Schwäche-Zustand.   Die   Pulsdiagnose   gibt   weitere   Hinweise,   ob ein Schwächezustand vorliegt. Wesentlich    bei    der    Behandlung    von    Schwächezuständen    ist    meines    Erachtens    der    Einsatz    der    chinesischen Heilkräutern.      Häufig      eingesetzt      werden:      Kornelkirschen,      Gojibeeren,      Chrysanthemenblätter      oder      die Rehmanniawurzel. Mit Akupunktur   kann   man   die   Behandlung   des   Glaukoms   bei   vorliegender   Schwäche   unterstützen.   Beispielsweise   die Akupunkturpunkte Niere 3 und Niere 6 sind hier zu nennen. Auch   Stauungszustände   können   zu   erhöhtem   Augeninnendruck   bzw.   zum   Glaukom   führen.   In   der   Traditionellen Chinesischen   Medizin   (TCM)   beschreibt   "Qi"   die   Energie,   die   im   Körper   frei   fließen   soll   und   die   keine   "eigene Substanz"   hat.   Der   Leber-Funktionskreis   hat   die Aufgabe   das   "Qi"   gleichmäßig   zu   verteilen.   Vor   allem   bei   emotionalen Anspannungszuständen   oder   Stress   kommt   es   zu   Stauungen   des   Qi-Flusses   und   unter   Umständen   auf   diese Art   auch zum erhöhten Augeninnendruck. Durch    die    Kombination    von    Heilkräutern    (häufig    Schalen    von    Zitrusfrüchten),    Akupunktur,    leichter    körperlicher Betätigung und Entspannungsmethoden lässt sich dieses Muster behandeln. Ein   weiteres   häufiges   Krankheitsmuster   nach   der   Traditionellen   Chinesischen   Medizin   (TCM)   bei   Glaukom   ist   das "hochschlagende   Yang".   Das   Yang   ist   nach   Auffassung   der   Traditionellen   Chinesischen   Medizin   eine   funktionelle Energie   im   Körper,   das   sich   eigentlich   nach   unten   bewegen   sollte.   Patienten   mit   diesem   Krankheitsbild   haben   häufig sehr   hohe   Augeninnendruckwerte   und   in   der   Pulsdiagnose   findet   man   sehr   starke   Pulse.   Die   Patienten   klagen   häufig über   innere   Unruhe,   Schlafstörungen   und   z.T.   auch   andere   psychische   Beschwerden.   An   chinesischen   Arzneimitteln werden   in   diesen   Fällen   meist   mineralische   Substanzen   eingesetzt,   da   diese   genügend   “Schwere”   aufbringen,   um   das Yang    wieder    nach    unten    zu    bringen.    Magnetitum    oder    Muschelschalen    werden    bevorzugt    verwendet.    In    der Akupunktur ist der Punkt Leber 3 hilfreich. Bei   chronischen   Befunden    spielen   häufig   "Schleim",   also   abgelagerte   Stoffwechselprodukte,   und   Blutstauung   eine wichtige Rolle. Zum    Schleimlösen    setzt    man    beispielsweise    die    Wurzel    der    Ballonblume    (jie    geng,    radix    platycodi)    oder    den Wurzelstock der Pinellia (ban xia, rhizoma pinelliae) ein. Um    Stauungen    im    Blutfluss    zu    lösen,    hat    die   Traditionelle    Chinesische    Medizin    ein    sehr    großes    Repertoire    an Arzneimitteln,   die   überwiegend   pflanzlicher   Natur   sind.   Häufig   finden   die   chinesische   Engelwurz   (dang   gui,   radix angelicae   sinensis),   die   Färberwaiddistel   (hong   hua,   flos   carthami)   oder   Pfirsischsamen   (tao   ren,   semen   persicae) Verwendung. Akupunktur     ist     bei     diesen     chronischen     Glaukomformen     in     meinen    Augen     sinnvoll,     zur     Unterstützung     der Heilkräuterbehandlung. Als wichtiger Punkt zum Lösen von Schleim gilt der Akupunkturpunkt Magen 40. Zum   Lösen   von   Blutstasen   setzt   man   häufig   Punkte   der   Milzleitbahn   ein,   beispielsweise   Milz   4   oder   Milz   6.   Auch   der Punkt Pericard 6 bewegt das Blut und löst so Stasen. Ich   hoffe,   es   wird   deutlich,   wie   unterschiedlich   die   chinesische   Diagnose   bei   einzelnen   Glaukompatienten   ausfallen kann und dass es für die Therapie entscheidend ist, jeden Patienten individuell zu behandeln. Außerdem halte ich die Heilkräuter für sehr wesentlich für die Behandlung.
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Patienten mit Akupunkturnadeln
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Dr. med. Katrin Schumacher
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Tätigkeitsschwerpunkt
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Akupunktur, Chinesische Dermatologie

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